Inhaberabhängigkeit und Unternehmenswert – was ist dein Handwerksbetrieb ohne dich wert?
Fachartikel für Handwerksunternehmer
Autor: Michael Bandt, Unternehmer-Helden
Lesezeit: ca. 9 Minuten
Du hast Dein Unternehmen über viele Jahre aufgebaut.
Du hast Kunden gewonnen, Mitarbeiter eingestellt, Maschinen und Fahrzeuge angeschafft, schwierige Zeiten überstanden und dafür gesorgt, dass Dein Betrieb heute dort steht, wo er steht.
Die Auftragsbücher sind vielleicht gut gefüllt. Der Umsatz stimmt. Deine Mitarbeiter haben Arbeit. Dein Unternehmen besitzt einen guten Namen in der Region.
Und wahrscheinlich hast Du Dir irgendwann schon einmal die Frage gestellt:
Was ist mein Unternehmen eigentlich wert?
Bei dieser Frage denken viele Unternehmer zunächst an Umsatz, Gewinn, Maschinen, Fahrzeuge, Immobilien, Kundenstamm oder Auftragsbestand.
Das alles kann für den Wert eines Unternehmens eine Rolle spielen.
Es gibt aber noch eine andere Frage, die gerade bei inhabergeführten Handwerksunternehmen häufig unterschätzt wird:
Wie viel von diesem Unternehmen funktioniert eigentlich noch, wenn Du nicht mehr da bist?
Denn genau hier beginnt das Thema Inhaberabhängigkeit.
Und aus einem Problem, das zunächst nur nach persönlicher Arbeitsbelastung aussieht, kann plötzlich ein wirtschaftliches Unternehmensrisiko werden
Ein erfolgreicher Betrieb kann trotzdem stark von seinem Inhaber abhängig sein
Inhaberabhängigkeit bedeutet nicht, dass Du ein schlechtes Unternehmen aufgebaut hast.
Ganz im Gegenteil.
Viele erfolgreiche Handwerksbetriebe sind gerade deshalb erfolgreich geworden, weil ihr Inhaber über viele Jahre außergewöhnlich viel Verantwortung übernommen hat.
Du kennst die wichtigsten Kunden.
Du kannst schwierige Aufträge kalkulieren.
Du weißt, welcher Mitarbeiter auf welcher Baustelle funktioniert.
Du kennst die Besonderheiten Deiner Lieferanten.
Bei Reklamationen wirst Du eingeschaltet.
Wenn eine ungewöhnliche technische Frage auftaucht, klingelt Dein Telefon.
Und wenn eine Entscheidung getroffen werden muss, landet sie irgendwann auf Deinem Schreibtisch.
Das kann über viele Jahre hervorragend funktionieren.
Es hat allerdings einen Preis:
Das Unternehmen lernt, mit Dir zu funktionieren – aber nicht unbedingt ohne Dich.
Solange Du jeden Morgen im Betrieb bist, fällt das möglicherweise kaum auf.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:
Funktioniert Dein Unternehmen heute?
Sondern:
Wie würde es funktionieren, wenn Du plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehst?
Was passiert, wenn Du morgen vier Wochen ausfällst?
Stell Dir vor, Du könntest morgen früh nicht in Deinen Betrieb kommen.
Nicht für einen Tag.
Nicht für ein verlängertes Wochenende.
Sondern für vier Wochen.
Ohne Vorbereitung.
Was würde passieren?
Wer trifft die wichtigen Entscheidungen?
Wer gibt größere Angebote frei?
Wer kümmert sich um Deine wichtigsten Kunden?
Wer entscheidet bei Problemen auf der Baustelle?
Wer führt Deine Mitarbeiter?
Wer kennt die Informationen, die bisher nur in Deinem Kopf gespeichert sind?
Wer überwacht die Zahlen?
Wer sorgt dafür, dass Dinge nicht nur irgendwie, sondern in Deinem Sinne entschieden werden?
Wenn Du bei vielen dieser Fragen denkst:
„Das kann eigentlich nur ich.“
dann hast Du einen ersten Hinweis auf eine hohe Inhaberabhängigkeit.
Diese Abhängigkeit kostet Dich nicht nur persönliche Freiheit.
Sie kann auch die Qualität und damit die Zukunftsfähigkeit Deines Unternehmens beeinflussen.
Was hat Inhaberabhängigkeit mit dem Unternehmenswert zu tun?
Unternehmenswert ist ein komplexes Thema.
Es wäre falsch zu behaupten, der Wert eines Unternehmens ließe sich allein an seiner Inhaberabhängigkeit festmachen.
Natürlich spielen Ertragskraft, wirtschaftliche Entwicklung, Vermögenswerte, Marktposition und zahlreiche weitere Faktoren eine Rolle.
Doch für einen möglichen Nachfolger oder Käufer stellt sich eine zusätzliche Frage:
Wie zuverlässig kann dieses Unternehmen seine Ergebnisse auch dann erwirtschaften, wenn der bisherige Inhaber nicht mehr da ist?
Und genau deshalb kann Inhaberabhängigkeit wirtschaftlich relevant werden.
Nehmen wir ein einfaches Beispiel.
Zwei Handwerksbetriebe erzielen vergleichbare Umsätze und vergleichbare Ergebnisse.
Beim ersten Unternehmen laufen nahezu alle wichtigen Entscheidungen über den Inhaber. Die größten Kunden hängen persönlich an ihm. Mitarbeiter fragen ihn bei Problemen. Kalkulationswissen befindet sich überwiegend in seinem Kopf. Führung findet hauptsächlich durch ihn statt.
Beim zweiten Unternehmen gibt es klare Verantwortlichkeiten. Mitarbeiter dürfen innerhalb definierter Grenzen entscheiden. Wissen ist dokumentiert. Kunden haben mehrere Ansprechpartner. Prozesse sind nachvollziehbar. Führung funktioniert auch dann, wenn der Inhaber einige Wochen nicht im Betrieb ist.
Auf dem Papier können beide Unternehmen zunächst ähnlich aussehen.
Strukturell sind sie aber nicht gleich.
Denn beim ersten Unternehmen hängt ein erheblicher Teil seiner Leistungsfähigkeit an einer Person.
Beim zweiten steckt wesentlich mehr Leistungsfähigkeit in der Organisation selbst.
Stell Dir vor, Du möchtest Deinen Betrieb verkaufen
Jetzt wechseln wir einmal die Perspektive.
Du bist nicht mehr der Verkäufer.
Du bist der Käufer.
Du interessierst Dich für einen Handwerksbetrieb und beginnst, Fragen zu stellen.
Wer betreut die wichtigsten Kunden?
Der Inhaber.
Wer kalkuliert die größeren und schwierigeren Aufträge?
Der Inhaber.
Wer entscheidet bei Reklamationen?
Der Inhaber.
Wer führt die Mitarbeiter?
Der Inhaber.
Wer kennt die entscheidenden Abläufe?
Der Inhaber.
Wer löst außergewöhnliche Probleme?
Der Inhaber.
Wer besitzt das entscheidende Wissen?
Wieder der Inhaber.
Irgendwann würdest Du Dir wahrscheinlich eine sehr einfache Frage stellen:
Was genau bleibt von diesem Unternehmen übrig, wenn der bisherige Inhaber geht?
Das ist der entscheidende Punkt.
Ein möglicher Käufer möchte nicht nur Maschinen, Fahrzeuge, Aufträge und eine Kundenliste übernehmen.
Er möchte ein Unternehmen übernehmen, das funktioniert.
Ein Käufer möchte ein Unternehmen kaufen – nicht Deinen Arbeitsplatz
Gerade erfolgreiche Handwerksunternehmer sind häufig unglaublich leistungsfähig.
Sie sind Verkäufer, Problemlöser, Führungskraft, Kalkulator, Ansprechpartner und manchmal sogar der beste Fachmann im Betrieb.
Für das Tagesgeschäft kann das eine große Stärke sein.
Für die Übertragbarkeit des Unternehmens kann daraus allerdings eine Schwäche entstehen.
Denn Deine persönliche Leistungsfähigkeit lässt sich nicht mitverkaufen.
Deine Erfahrung kann nicht einfach auf einen Nachfolger übertragen werden.
Deine persönlichen Kundenbeziehungen können nicht automatisch Bestandteil eines Kaufvertrags werden.
Und Dein Wissen bleibt nur dann im Unternehmen, wenn es nicht ausschließlich in Deinem Kopf existiert.
Deshalb ist ein entscheidender Unterschied:
Besitzt Dein Unternehmen funktionierende Strukturen – oder besitzt es vor allem einen außergewöhnlich leistungsfähigen Inhaber?
Das ist nicht dasselbe.
Wo Inhaberabhängigkeit besonders kritisch werden kann
Inhaberabhängigkeit entsteht meistens nicht an einer einzigen Stelle.
Sie verteilt sich über das gesamte Unternehmen.
Besonders häufig begegnen uns sechs Bereiche.
1. Entscheidungen
Wenn nahezu jede relevante Entscheidung über Deinen Schreibtisch läuft, wartet Dein Unternehmen auf Dich.
Das beginnt bei Angeboten und endet bei Personalfragen, Reklamationen oder Investitionen.
Mitarbeiter übernehmen dann vielleicht Aufgaben – aber keine echte Verantwortung.
2. Führung
Wenn Du der einzige Mensch im Unternehmen bist, der Mitarbeiter verbindlich führt, entsteht eine direkte Abhängigkeit.
Sobald Du fehlst, fehlen Orientierung, Entscheidungen und manchmal auch Konsequenz.
3. Kundenbeziehungen
Wenn wichtige Kunden ausschließlich an Deiner Person hängen, besitzt nicht unbedingt das Unternehmen diese Kundenbeziehung.
Du besitzt sie.
Das kann bei einer späteren Übergabe zum Risiko werden.
4. Wissen
Viele Handwerksunternehmer tragen eine enorme Menge Unternehmenswissen im Kopf.
Kalkulationen.
Erfahrungswerte.
Kundenbesonderheiten.
Lieferanten.
Technische Lösungen.
Interne Absprachen.
Solange dieses Wissen nicht im Unternehmen verankert ist, kann es mit dem Inhaber verschwinden.
5. Prozesse
Ein Prozess ist nicht deshalb gut, weil Du weißt, wie er funktioniert.
Er ist dann gut, wenn andere ihn zuverlässig ausführen können.
Wenn Abläufe nur funktionieren, weil Du permanent kontrollierst, korrigierst und eingreifst, besitzt Dein Unternehmen noch keinen wirklich stabilen Prozess.
6. Unternehmenssteuerung
Auch Zahlen und Steuerung können stark inhaberabhängig sein.
Wenn nur Du weißt, welche Kennzahlen wichtig sind, welche Projekte kritisch werden oder wo wirtschaftlich gegengesteuert werden muss, hängt auch die Steuerungsfähigkeit des Unternehmens an Deiner Person.
Deine größte Stärke kann irgendwann zum Engpass werden
Das ist eine der schwierigsten Erkenntnisse für erfolgreiche Unternehmer.
Viele haben ihr Unternehmen genau durch die Eigenschaften aufgebaut, die später Inhaberabhängigkeit erzeugen.
- Sie übernehmen Verantwortung.
- Sie entscheiden schnell.
- Sie kümmern sich.
- Sie lösen Probleme.
- Sie springen ein.
- Sie wissen, wie es geht.
Und genau deshalb verlassen sich irgendwann alle auf sie.
Was zunächst Stärke war, wird mit wachsendem Unternehmen zum Engpass.
Nicht weil der Unternehmer plötzlich schlechter geworden ist.
Sondern weil ein Unternehmen irgendwann eine andere Architektur benötigt als in seiner Anfangsphase.
Ein Betrieb mit drei Mitarbeitern kann anders geführt werden als ein Unternehmen mit 15, 30 oder 50 Mitarbeitern.
Irgendwann kann der Unternehmer nicht mehr die Lösung für jedes Problem sein.
Dann muss die Organisation beginnen, selbst Lösungen hervorzubringen.
Nachfolge beginnt nicht erst mit der Suche nach einem Nachfolger
Viele Handwerksunternehmer verbinden Unternehmensnachfolge mit einer Frage:
Wer übernimmt meinen Betrieb irgendwann?
Das ist wichtig.
Aber es ist nicht die erste Frage.
Die erste Frage müsste eigentlich lauten:
Was genau kann ein Nachfolger von mir übernehmen?
Ein Unternehmen, das weitgehend ohne seinen bisherigen Inhaber funktioniert?
Oder einen Betrieb, bei dem der Nachfolger zunächst versuchen muss, die Aufgaben, das Wissen und die Beziehungen des bisherigen Chefs zu übernehmen?
Deshalb beginnt eine gute Unternehmensnachfolge nicht zwei Jahre vor dem geplanten Ausstieg.
Sie beginnt viel früher.
Mit dem Aufbau eines Unternehmens, das übertragbar wird.
Und das hat einen angenehmen Nebeneffekt:
Du musst Dein Unternehmen nicht verkaufen wollen, um davon zu profitieren.
Denn dieselben Strukturen, die eine spätere Nachfolge erleichtern können, verschaffen Dir heute bereits mehr Freiheit.
Unternehmerfreiheit und Unternehmenswert haben mehr miteinander zu tun, als man denkt
Auf den ersten Blick sind das zwei unterschiedliche Ziele.
Unternehmerfreiheit betrifft Dich.
Unternehmenswert betrifft Dein Unternehmen.
Tatsächlich entstehen beide häufig durch dieselben Veränderungen.
Wenn Mitarbeiter echte Verantwortung übernehmen, musst Du weniger selbst entscheiden.
Gleichzeitig wird das Unternehmen unabhängiger von Dir.
Wenn Wissen dokumentiert und zugänglich wird, musst Du nicht mehr jede Frage beantworten.
Gleichzeitig bleibt wichtiges Know-how im Unternehmen.
Wenn Prozesse zuverlässig funktionieren, musst Du weniger eingreifen.
Gleichzeitig wird die Organisation stabiler und übertragbarer.
Wenn Führung nicht ausschließlich über Dich läuft, gewinnst Du Zeit.
Gleichzeitig besitzt das Unternehmen eine Führungsstruktur, die auch ohne Deine tägliche Anwesenheit funktioniert.
Unternehmerfreiheit und Unternehmenswert sind deshalb keine Gegensätze.
Beide profitieren von einem Unternehmen, dessen Leistungsfähigkeit zunehmend in seiner Organisation und nicht ausschließlich in seinem Inhaber steckt.
Genau hier setzt die Freiheits-Architektur® an
Aus meiner jahrzehntelangen eigenen Unternehmererfahrung und der Begleitung von mehr als 350 Unternehmern und Führungskräften habe ich die Freiheits-Architektur® als eigenes Denk- und Arbeitsmodell entwickelt.
Dabei betrachten wir Inhaberabhängigkeit nicht als einzelnes Problem.
Denn meistens entsteht sie aus dem Zusammenspiel verschiedener Bereiche.
- Führung.
- Verantwortung.
- Entscheidungen.
- Wissen.
- Prozesse.
- Unternehmenssteuerung.
Wenn nur an einem dieser Punkte gearbeitet wird, verändert sich häufig zu wenig.
Du kannst Prozesse dokumentieren – und trotzdem entscheidet weiterhin alles der Chef.
Du kannst Aufgaben delegieren – und trotzdem bleibt die Verantwortung bei Dir.
Du kannst einen Betriebsleiter einstellen – und trotzdem wenden sich alle Mitarbeiter weiterhin an Dich.
Deshalb betrachten wir das Unternehmen als Architektur.
Die entscheidende Frage lautet:
Wie müssen die einzelnen Bereiche zusammenspielen, damit Dein Unternehmen zunehmend unabhängig von Deiner permanenten persönlichen Anwesenheit funktioniert?
Das Ziel ist nicht, Dich aus Deinem eigenen Unternehmen herauszunehmen.
Das Ziel ist auch nicht, möglichst wenig zu arbeiten.
Das Ziel ist:
Du sollst in Deinem Unternehmen arbeiten, weil Du es willst – und nicht, weil ohne Dich alles stehen bleibt.
Wie viel Unternehmen steckt wirklich in Deinem Unternehmen?
Vielleicht möchtest Du Deinen Betrieb niemals verkaufen.
Vielleicht steht eine Nachfolge erst in zehn oder fünfzehn Jahren an.
Dann könnte man sagen:
Warum sollte ich mich heute schon damit beschäftigen?
Weil die entscheidenden Veränderungen nicht erst bei einer Unternehmensübergabe wirken.
Sie wirken sofort.
Ein Unternehmen, das weniger von Dir abhängig ist, gibt Dir heute mehr Freiheit.
Es kann Wachstum besser verkraften.
Es kann Ausfälle besser auffangen.
Mitarbeiter können mehr Verantwortung übernehmen.
Entscheidungen werden dort getroffen, wo das notwendige Wissen vorhanden ist.
Und Du kannst Dich stärker mit den Aufgaben beschäftigen, die tatsächlich Unternehmeraufgaben sind.
Deshalb lohnt sich eine Frage unabhängig davon, ob Du Deinen Betrieb jemals verkaufen möchtest:
Wie viel Unternehmen steckt bereits in Deinem Unternehmen – und wie viel steckt noch ausschließlich in Dir?
Fünf Fragen, die Du Dir heute stellen solltest
Du brauchst keine komplizierte Unternehmensbewertung, um einen ersten Eindruck von Deiner Inhaberabhängigkeit zu bekommen.
Beantworte Dir fünf Fragen:
1. Könnte mein Unternehmen vier Wochen ohne mich funktionieren?
2. Können wichtige Entscheidungen auch ohne mich getroffen werden?
3. Sind unsere wichtigsten Kunden an das Unternehmen gebunden – oder hauptsächlich an mich?
4. Ist entscheidendes Wissen im Unternehmen vorhanden – oder befindet es sich überwiegend in meinem Kopf?
5. Könnte ein anderer Unternehmer meinen Betrieb übernehmen und verstehen, wie er funktioniert?
Wenn Du bei mehreren dieser Fragen ins Nachdenken kommst, solltest Du Dich mit Deiner Inhaberabhängigkeit beschäftigen.
Nicht erst irgendwann.
Sondern jetzt.
Fazit: Reduziere nicht Deinen Wert – reduziere Deine Unverzichtbarkeit
Ein erfolgreicher Handwerksunternehmer darf wichtig für sein Unternehmen sein.
Aber er sollte nicht dauerhaft dessen einzige tragende Säule bleiben.
Denn je stärker Kundenbeziehungen, Entscheidungen, Wissen, Führung, Prozesse und Steuerung ausschließlich von Dir abhängen, desto größer wird das strukturelle Risiko.
Und dieses Risiko kann auch für die langfristige wirtschaftliche Qualität, die Nachfolgefähigkeit und den Unternehmenswert relevant werden.
Deshalb lautet das Ziel nicht:
Der Unternehmer wird überflüssig.
Das Ziel lautet:
Das Unternehmen wird eigenständiger.
Baue Verantwortung auf.
Schaffe klare Entscheidungswege.
Entwickle Führung.
Sichere Wissen.
Strukturiere Prozesse.
Und baue ein Unternehmen, das auch dann zuverlässig funktioniert, wenn Du nicht jeden Tag persönlich verfügbar bist.
Denn irgendwann stellt sich nicht nur die Frage:
Was ist mein Unternehmen wert?
Sondern die wesentlich spannendere:
Wie viel von diesem Wert bleibt bestehen, wenn ich nicht mehr jeden Tag dafür sorgen muss?
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