Lassen Sie Bilder sprechen: Video-Marketing leichtgemacht

Wenn Sie sich dafür entschieden haben, Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte mit Video-Marketing publik zu machen und zu vermarkten, sollten Sie das tun – aber richtig. Starten wir hierfür mit ein paar Fakten und entscheidenden Schritten, um Ihre Videos erfolgreich zu platzieren.

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Fakten, Fakten, Fakten

Fakt 1: Die Medienwelt ist sich einig: Videos sind der Trend der Stunde. Wer noch kein Video hat oder hat machen lassen, fühlt sich unter Druck gesetzt.

Fakt 2: Die große Herausforderung bei Videos ist, dass sie aus sich heraus zunächst keinerlei Wirkung haben und Ihnen nicht beim Erreichen Ihrer Ziele helfen – wenn sie nicht gefunden und gesehen werden.

Fakt 3: Ein Video ins Internet zu stellen, ist wunderbar einfach. Wenn man dabei noch zwei, drei Dinge beachtet, kann es mit dem Video-Marketing quasi schon losgehen.

Wer ein sogenannter „Digital Native“ ist, empfindet es nicht als Herausforderung, ein Video online zu stellen. Als „Digitaler Immigrant“ hingegen kann man das zumindest beim ersten Mal als große Hürde empfinden. Deshalb erkläre ich hier die ersten Schritte im Detail.

Schritt 1: Ihr Google+-Account

Wenn Sie ein Video haben und es auf YouTube stellen möchten, müssen Sie das tun, was man im Internet mittlerweile immer und überall zuerst tun muss: Sie eröffnen einen Account bei Google. Nun sind Sie ein Mitglied der Google+-Gemeinde.

Theoretisch können Sie es für Ihr Marketing nutzen und hier so aktiv werden wie bei Facebook. Da es aber nicht so verbreitet ist, sollten Sie sich genau überlegen, ob Sie Ihre Zeit hier investieren möchten, ohne sich eventuell in zu vielen Aktivitäten im Online-Marketing zu verzetteln.

Von Google+ aus können Sie nun bei YouTube einen Kanal anlegen (YouTube ist seit einiger Zeit eine App von Google). Rechts oben in der Ecke sind neun kleine Quadrate, wenn Sie diese anklicken, erscheint auch YouTube. Öffnen Sie diese App, werden Sie beim ersten Mal von YouTube durch Ihren Kanal geführt.

Schritt 2: Videos in Ihrem YouTube-Kanal hochladen

Hinterlegen Sie hier Ihre Geschäftsdaten und wichtige Informationen für Ihre Kunden und laden Sie ein Kanal-Bild und ein Kanal-Symbol (z.B. Ihr Logo) hoch. Theoretisch brauchen Sie diese Schritte nicht, aber bevor Sie ein Video der Öffentlichkeit zugänglich machen, sollten Sie den Kanal gut aussehen lassen – sehen Sie ihn als eine Art Visitenkarte an.

Um ein Video hochzuladen, gehen Sie einfach auf „hochladen“ (ebenfalls rechts oben) und dann auf den weißen Pfeil mit rotem Hintergrund. Es öffnet sich eine Maske und sie können aus Ihren eigenen Daten das Video auswählen.

Videos haben viele verschiedene Dateiformate, Seitenverhältnisse, Codecs, etc. Sie sollten für den Start die Videovorgaben von YouTube für Ihr Video nutzen. YouTube erklärt genau, welche Formate sich am besten eignen. Sobald Sie in der Maske auf „Öffnen“ drücken, startet der Upload.

Schritt 3: Beschreibung des Inhalts

Jetzt können Sie konkrete Informationen über das Video hinterlegen: Erzählen Sie Ihren Kunden in kurzen prägnanten Sätzen, was Sie hier zu sehen kriegen.

Damit das Video im Internet gut gefunden wird und Zuschauer sich animiert fühlen, es sich anzuschauen, empfiehlt es sich, etwas Zeit in die Informationen über das Video zu investieren. Geben Sie Ihrem Video einen Titel, der in etwa drei Wörtern den Inhalt des Videos beschreibt.

Zeigen Sie beispielsweise ein Spritzguss-Verfahren von einer neuen Maschine, dann nennen Sie das Video nicht „schmelzende Granulate im Schneckengewinde“, sondern es „neue Maschine im Spritzguss-Verfahren“.

In der Beschreibung erzählen Sie in kurzen und wenigen Sätzen, was genau den Zuschauer erwartet. Machen Sie den Inhalt gerne etwas schmackhaft, aber seien Sie nicht reißerisch und werbend in der Sprache.

Schritt 4: Keywords und Thumbnails setzen

Als nächstes sollten Sie auch Tags (Keywords) angeben. Diese dienen dazu, das Ranking Ihres Videos im Internet zu verbessern, sodass es schneller gefunden wird. Versetzen Sie sich dafür in die Position Ihrer potentiellen Kunden: Wonach bzw. nach welchen Begriffen würden diese im Internet suchen, wenn sie solch ein Video und Ihre Inhalte sehen möchten?

Verwenden Sie die Begriffe, die Ihnen dazu einfallen, als Tags. Sie können auch Wortkombinationen angeben, wie beispielsweise „Kuckucksuhr“ und „Kuckucksuhr Stuttgart“. Machen Sie nach jedem Tag ein Komma, dann erkennt YouTube, dass es sich um einzelne Tags handelt.

Das sogenannte „Thumbnail“ ist bei YouTube das Standbild, welches einem zu dem Video angezeigt wird, bevor das Video startet. YouTube gibt Ihnen immer drei mögliche Bilder aus dem Video vor, die es selbst aus dem Video generiert. Es ist wichtig, dass das Thumbnail ein gutes Bild zeigt: Es sollte deutlich zu erkennen sein und einen gehaltvollen Moment auffangen.

Man hat außerdem die Möglichkeit, ein eigenes Bild als Thumbnail zu wählen. Dazu laden Sie einfach eine jpeg-Datei aus Ihrer Datensammlung auf Ihren Kanal hoch. Klicken Sie hierfür auf „Benutzerdefiniertes Thumbnail“, dann öffnet sich eine Maske mit Ihren rechnerinternen Dateien.

Schritt 5: Ihrer Zuschauer einbinden

Unter „Erweiterte Einstellungen“ können Sie sich entscheiden, ob Sie zulassen wollen, dass Zuschauer Kommentare abgeben und Statistiken des Videos sehen können. Grundsätzlich empfehle ich das, denn Internet 2.0 bedeutet nun einmal, dass Nutzer ein Mitspracherecht haben – User wollen sich mitteilen.

Machen Sie sich hierbei allerdings bewusst, dass es auch negative Reaktionen geben könnte. Sollte jemand einen negativen Kommentar schreiben, gehen Sie ganz höflich darauf ein, so können Sie sich ganz positiv profilieren.

YouTube bietet noch viele weitere Optionen an. Sie können Effekte einbauen, Musik einfügen, Infokarten einbauen und Untertitel setzen. Aber in der Zwischenzeit ist Ihr Video längst hochgeladen. Ich gratuliere, Sie haben den ersten großen Schritt geschafft: Ihr erstes Video ist online!

Effizient planen

Sollten Sie Videos professionell in Ihr Marketing einbinden wollen, empfehle ich, per Kosten-Nutzen-Vergleich zu entscheiden, ob es sich für Sie nicht vielleicht doch rechnet, einen Fachmenschen damit zu beauftragen.

Es ist immer gut, sich selber ein wenig mit dem Thema auszukennen, doch Ihr Knowhow als Experte können Sie meist effizienter einsetzen, während sich jemand anderes um dieses Marketing-Tool kümmert.

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