Die ersten Schritte im Video-Marketing

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Fangen wir mit dem Wichtigsten an: Dem Einsatzort. Dies ist der wertvollste Tipp, den ich mit meiner persönlichen Expertise jedem geben kann, der mit Videos sein Marketing erweitern möchte. Dazu müssen Sie folgende Frage beantworten können:

Wo wird Ihr Video eingesetzt?

Lautet die Antwort nur YouTube, weil Ihnen die Alternativen fehlen, sind Videos vielleicht noch nicht der richtige Weg für Ihr Marketing. Denn es reihen sich noch einige weitere Fragen an, die man vor jeder Videoproduktion beantworten muss.

Zum Beispiel:

  • Was möchte ich mit dem Video erreichen?
  • Wovon soll das Video handeln?
  • Was für eine Art von Video möchte ich produzieren?

Diese Fragen sind wichtig. Es entsteht kein Video, wenn sie nicht beantwortet sind.

Aber meine dringende Empfehlung lautet: Beschäftigen Sie sich als erstes mit der Frage, wo Ihr Video eingesetzt werden soll. Denn erst wenn diese Frage ausführlich beantwortet ist, finden sich die Antworten auf alle anderen, noch folgenden Fragen. Dies gewährleistet, dass Sie mit dem Endergebnis, Ihrem Video und seiner Resonanz, zufrieden sein werden.

Der Einsatzort ist ein entscheidender Faktor und nimmt sehr viel Einfluss auf ein Video und dessen Erfolg. Möchten Sie es im Fernsehen als Werbung schalten? Dann haben Sie 30 Sekunden, um auf den Punkt zu kommen und in das Gedächtnis Ihrer Zielgruppe zu gelangen. Schon das ist eine große Herausforderung – und die Sendekosten sind ein weiterer, unbedingt zu beachtender Faktor.

Oder möchten Sie sich eher auf einer (Fach-)Messe präsentieren und brauchen ein Produktvideo, das Sie mit einem Tablet in der Hand bestehenden und potentiellen Kunden zeigen können? Vielleicht planen Sie auch, einen großen Screen an Ihrem Stand zu installieren, um Ihre Zielgruppen aus der Ferne zu Ihnen zu locken?

Allein mit diesen zwei Alternativen dürfte Ihre eigene Phantasie schon jetzt zwei völlig unterschiedliche Filme kreieren. Also, wo spielen Sie Ihren Film ab?

Videos im Internet

Kommen wir nun aber zum Internet. Grundsätzlich kann man natürlich jeden Film auf die eigene Webseite stellen – aber schon hier lassen sich sehr viele Unternehmen täuschen. Denn im Zweifel tut es zwar keinem weh, ein Video in seinen Online-Auftritt zu integrieren, wirkliche Ergebnisse in der Kundenakquise oder bei der Imageverbesserung erzielen Sie damit jedoch noch nicht.

Ganz ähnlich sieht es aus, wenn Sie Ihr Video auf YouTube hochladen. Hier sind allerdings noch einige Vorteile vorhanden, denn YouTube bietet Ihnen zusätzlich die Möglichkeit, das Video in einen passenden Rahmen zu setzen, sodass Sie es umfangreich mit weiteren Informationen versehen können. Dies gibt Ihren Kunden immerhin etwas Orientierung.

Theoretisch können Sie in der Tat jeden Film auf YouTube platzieren, allerdings heißt das noch lange nicht, dass es von vielen Zuschauer oder gar Ihren Zielgruppen wirklich gefunden und gesehen wird.

Denken Sie nur an ein 15 Minuten langes Erklär-Video, dass Ihren Mitarbeitern sehr detailgetreu die Wartung einer Heizungsanlage erklärt. Dies ist für die Mitarbeiter ein sehr wichtiges, hilfreiches Tool und macht beim internen Handling auch viel Sinn. Ihre Kunden wird es jedoch nicht zwangsweise in Ihr Geschäft locken.

Tipps und Tricks für Ihr Online-Video

Für das sogenannte Online-Video gelten zudem ein paar Rahmenbedingungen, die sich in den letzten Jahren etabliert haben und bei der Reichweite und dem Erfolg Ihres Videos durchaus hilfreich sind.

Achten Sie beispielsweise darauf, die Länge von etwa 3 Minuten nicht zu überschreiten. Lassen Sie sich außerdem eine schöne Idee einfallen, die als roter Faden den Zuschauer durch den Inhalt führt und ihn interessiert bei Laune hält.

Versehen Sie Ihr Video auch mit einem Call to action, blenden Sie also Ihre Kontaktdaten ein (E-Mail-Adresse, Link zur Webseite und/oder Telefonnummer). Wenn es zum Inhalt passt, können Sie auch mit Untertiteln arbeiten oder andere Textelemente einbinden.

Wichtig ist bei all diesen Punkten, dass Sie offen und ehrlich sind. Solch authentische Videos sind gefragt und Ihre Kunden werden es Ihnen danken.

Machen – oder machen lassen

Für die eigentliche Produktion eines Online-Videos gibt es zwei Wege, die Sie einschlagen können. Entweder betreuen Sie eine entsprechende Agentur mit der Produktion oder Sie führen die Produktion selbst durch.

Dank der modernen digitalen Technik und dem Internet ist es mittlerweile möglich, mit einem Tablet, einem Smartphone oder einem Fotoapparat sehr gute Video-Aufnahmen zu machen. Günstige Software ermöglicht nach den Aufnahmen, diese entsprechend auf dem Computer zu bearbeiten.

Die Produktion selbst durchzuführen ist günstiger und flexibel, allerdings sollten Sie den Start in die eigene Produktion nicht unterschätzen. Grundsätzlich ist die Technik leicht zu bedienen und das Handling der Software kann man sich mit Tutorials selbst beibringen. Das Ganze kostet Sie jedoch Zeit und Nerven, die Sie unter Umständen besser in Ihre eigentliche Arbeit stecken.

Auch eine Agentur zu beauftragen, bedeutet für Sie eine gewisse zeitliche Investition. Die Erfahrungen und die Technik der Experten sind jedoch grundsätzlich ihr Geld wert, schließlich ist es ihr Alltagsgeschäft. Die Entscheidung, die Produktion abzugeben oder selbst zu übernehmen, können letztlich nur Sie selbst fällen.

Wenn Ihr Video produziert, fertiggestellt und auf YouTube, Ihrer Webseite und weiteren Kanälen hochgeladen ist, sollten Sie an vielen verschiedenen Stellen in der Kundenkommunikation darauf aufmerksam machen. Nutzen Sie auch analoge Gelegenheiten, um sicherzustellen, dass Ihr Video wirklich gesehen und bekannt wird.

In unseren folgenden Blogbeiträgen aus der Rubrik „Video-Marketing“ können Sie bald mehr zu den Themen „YouTube-Kanal erstellen“ und „Das Seeding-Prinzip: Suchmaschinenoptimierung mit Videos“ erfahren. Wir freuen uns auf Sie!

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